Mittwoch, 10. Mai 2017

{fazit} Das Juwel - Die Gabe von Amy Ewing

Autor: Amy Ewing
Titel: Das Juwel - Die Gabe
Verlag: Fischer Jugendbuchverlag FJB
Seiten: 445
Sprache: deutsch
Erscheinungsdatum: 20. August 2015
ISBN: 978 - 3841421043
Originaltitel: The Jewel










Klappentext:
 
Violet lebt in Armut, aber sie hat
eine besondere Gabe.
Eine Gabe, die ihre Chance und ihr Fluch zugleich ist …

Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken.
Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen?
Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel.
Dieser überwältigende Fantasyroman entführt uns in eine Welt voller Glanz und voller Dunkelheit. Eine Welt, in der eine Gabe ein Fluch sein kann.

Inhalt:
Violet Lasting ist ein junges Mädchen aus dem Sumpf, das in der Anstalt Southgate als sogenanntes Surrogat in ihrer besonderen Gabe ausgebildet wird. Sie wird auf ein ganz besonderes Leben vorbereitet, denn sie soll in einer Versteigerung an die Damen im Juwel verschachert werden. Als Richtwert für einen Preis werden die Ergebnisse der sogenannen Auspizien genommen. Hier hat Violet nicht gerade schlecht abgeschnitten, sodass sie sehr teuer versteigert wird.
Ihre besondere Aufgabe ist es, Ihrer neuen Herrin ein Kind auszutragen, denn die Damen im Juwel können keine eigenen Kinder gebären.
So versucht Violet sich in ihre neue Aufgabe zu fügen, doch dann kommt ihr der Junge Ash in die Quere und es ist um Violet geschehen. Plötzlich stellt sie alles in Frage..

Meinung:

Aufgrund des Covers hatte ich eine typische Prinzessinnengeschichte erwartet, doch wurde ich von etwas gänzlich anderem überrascht. Und das nicht gerade negativ.
Okay, man hatte zu Beginn doch das Gefühl gehabt, in einem zweiten Panem zu stecken, doch hat sich dies immer mehr verflüchtigt und das Buch stand irgendwann als völlig eigenständiges Werk da.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und passt zur Stimmung innerhalb der Geschichte, sodass es sich leicht und locker lesen lässt und die Seiten nur so dahin fliegen.

Violet ist die typische Protagonistin für solche Romane. Sie ist jung und schön, vielleicht etwas naiv, da sie behütet und abgeschottet unterrichtet wurde, aber sie entwickelt sich immer mehr zu einer Rebellin mit eigenem Willen und eigenen Gedanken, die sie natürlich auch verteidigen und durchsetzen möchte.

Die dystopische Welt, die hier erschaffen wurde, hört sich sehr interessant an, wird aber tatsächlich nur nebensächlich behandelt, da die besondere gesellschaftliche Struktur im Vordergrund steht. Aufgrund der Einschränkung der Vermehrung im Juwel und der Auswahl der Surrogate als Leihmütter ist dies eine sehr besondere Struktur. Zumal man beachten muss, dass die Surrogate für nichts anderes existieren als die Kinder der Adligen nach deren Vorstellungen auszutragen. Denn das ist der eigentliche Grund, weshalb die Surrogate in den Auspizien unterrichtet werden: mit diesem Wissen und diesen Fähigkeiten ist ein Surrogat in der Lage, das Kind in ihrem Bauch zu verändern. Nicht nur äusserlich, sondern auch der Charakter kann nach Wunsch gestaltet werden. Allein der Gedanke an diese Möglichkeit lässt mich erschaudern, denn für mich ist es undenkbar, ein Kind sich nicht nach seinen eigenen Wünschen und Vorlieben entwickeln zu lassen.

Dennoch ist dies ein besonderer Bestandteil dieser Gesellschaft und macht dieses Buch auch zu etwas Nesonderem.  Es ist eine knallharte Story über vorgefertigte Schicksale und das Leben eines einzelnen Mädchens, das versucht, aus diesen Mauern auszubrechen um ihrem Herzen zu folgen.

Fazit:

Nach einer anfänglich doch sehr starken Skepsis hat dieses Buch mich absolut gefangen und überzeugt, auch wenn mich der Cliffhanger am Ende wirklich aufgeregt hat, zumal ich nicht sofort weiterlesen konnte.

Trilogie: Das Juwel

Die Gabe
Die weiße Rose
Der schwarze Schlüssel

❤❤❤❤ von mir!

Liebste Grüße, Wolfhound

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