Dienstag, 5. Juli 2016

{Fazit} Die Mütter-Mafia von Kerstin Gier



Titel: Die Mütter-Mafia
Autor: Kerstin Gier
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404152964
ISBN-13: 978-3404152964

Klappentext:
Es gibt sie, die perfekten Mamis und Bilderbuch-Mütter, die sich nur über Kochrezepte, Klavierunterricht und Kinderfrauen austauschen. Doch eigentlich sind sie der Albtraum jeder Vorstadtsiedlung. Dagegen hilft nur eins. Sich zusammenrotten und eine kreative Gegenbewegung gründen: die MÜTTER-MAFIA! Ab jetzt müssen sich alle braven Muttertiere warm anziehen ... Band 1 der erfolgreichen Mütter-Mafia-Trilogie  

Meine Meinung:
Dies war tatsächlich mein erstes Buch von Kerstin Gier, das kein Jugendbuch ist und ich bin wirklich begeistert. Ich habe gelacht, ich hatte Tränen in den Augen, konnte in so vielen Situationen den normalen unnormalen Familienalltag schön überspitzt erleben - ich fühlte mich sehr gut unterhalten.
Natürlich wirklte Constanze etwas naiv in ihrer Art, aber sie ist mit ihrer Fähigkeit, so ziemlich jedes Fettnäpfchen zu treffen, das sich ihr auf fünf Meter nähert, einfach nur liebenswert. Und sie liebt ihre Kinder über alles. 
Kerstin Gier zeigt uns mit diesem Buch, dass es absolut in Ordnung ist, nicht die perfekte Frau, Hausfrau und Mutter zu sein, denn diese Überfrau gibt es schlichtweg nicht. Wichtig ist nur, dazu zu stehen, dass man mit der ein oder anderen Situation auch mal überfordert ist, dass man auch mal Hilfe benötigt und diese auch annimmt und sich das dann nicht zum Vorwurf macht, sondern akzeptiert, dass nicht immer alles so schön nach Plan läuft, wie man das gerne hätte. Denn so ist das Leben nun mal nicht. Erst recht nicht mit Kindern.
Die Darstellung der Mütter Society ist einfach passend, denn in jedem Kindergartenkosmos gibt es diese Gruppe von Müttern, die anscheinend ihr Leben vollkommen im Griff haben und das Wort Probleme gar nicht kennen. Wenn man dann aber mal richtig hinter die Kulissen schaut, dann haben auch diese Familien ihre Probleme, die man aber immer wieder versucht, geschickt nach außen zu verbergen. Aber muss das denn immer sein? Muss man denn immer perfekt wirken? Ich finde nicht.
Denn wer zu seinen Fehlern, zu seinen Schwächen steht, der findet auch wahre Freunde, so wie Constanze mit ihrer Mütter-Mafia. Und deshalb liebe ich dieses Buch, weil es einfach so schön ehrlich und aus dem Leben gegriffen ist.

❤❤❤❤❤ von mir!

Liebste Grüße, Wolfhound

Sonntag, 3. Juli 2016

{Fazit} Wie Sterne so golden von Marissa Meyer



Titel: Wie Sterne so golden
Autor: Marissa Meyer
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Carlsen (26. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551582882
ISBN-13: 978-3551582881
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: The Lunar Chronicles 3/ Cress

Klappentext:
Seit ihrer Kindheit hat Cress die Erde nur aus der Ferne betrachten können. Unter strenger Aufsicht der bösen Königin Levana führt sie in ihrem Satelliten ein wenig abwechslungsreiches Leben. Doch immerhin hat sie sich mit den Jahren zu einer begnadeten Hackerin entwickelt und verschafft sich so Zugang zu Levanas geheimen Plänen. Da taucht plötzlich das Raumschiff von Cinder bei ihr auf, die ihr zur Flucht verhilft. Doch wird sie auf der Erde den Ritter in der glänzenden Rüstung finden, von dem sie immer geträumt hat? 

Meine Meinung:
Dies ist nun der dritte Band der Lunar-Chroniken und ich bin wieder einmal begeistert. Nicht restlos begeistert, aber begeistert. Dieser dritte Band war in meinen Augen ein klein wenig schwächer als die ersten beiden Bände, für mein Empfinden gab es in der ersten Hälfte etwas zu viele Längen, was aber bei genauerer Betrachtug eigentlich schon ein Meckern auf hohem Niveau  ist. 
Wie schon bei den ersten beiden Teilen gefällt mir das unscheinbare und doch besondere Cover der deutschen sehr gut. Aber die Original-Cover finde ich noch einen Tick ansprechender, da sie doch ein bisschen von der Besonderheit der Geschichte zeigen.
Aber kommen wir nun zu den Charakteren:
Crescent Moon ist ein ganz besonderer Charakter. Natürlich ist sie naiv, natürlich weiß sie nichts vom wirklichen Leben, wie auch, wenn man sein halbes Leben isoliert in einem Satelliten befindet und unter der Fuchtel der schrecklichen Sibyl Mira steht? Ich finde ihre Naivität so süß und unschuldig, noch ein wenig kindlich und doch weiß sie in den entscheidenden Situationen vieles richtig einzuschätzen. Dass sie sich zu unserem Antihelden Thorne hingezogen fühlt ist da ja nur eine logische und eigentlich auch ordentlich vorhersehbare Konsequenz. Dieser hingegen entwickelt sich doch zu einem richtigen Helden und Gentleman auf seiner Reise mit Cress durch die Wüste. 
Eigentlich entwickeln sich alle Charaktere sehr zufriedenstellend für mich weiter, auch wenn Wolf, geschuldet durch die besondere Situation der Trennung von Scarlet, etwas unberechenbar geworden ist.
Der Plot entwickelt sich auch ohne große Ausbrüche ziemlich zielstrebig weiter, was die Geschichte nicht langweilig werden lässt und das kurze Intermezzo von Prinzessin Winter schlägt ja auch schon den Bogen zum vierten Teil Wie Schnee so weiß.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und angenehm zu lesen, sodass sich ab cirka der Hälfte die Längen auch wieder verabschieden und sich auch der dritte Band wieder zu einem Pageturner entwickelt. Aufgrund dieser leidlichen Längen ist Wie Sterne so golden leider kein 5 Herzchen Buch, aber ich bin begeistert, dass die Luna-Chroniken eine der wenigen Reihen ist, die die Qualität über bisher alle Bände hochhält und nicht immer mehr abflacht wie in so vielen anderen Buchreihen.

❤❤❤❤ von mir!

Liebste Grüße, Wolfhound